#035 Tesla P85D: Auch mit Elektroantrieb an die Spitze

Allrad und 700 PS, das gibt es für schlappe 321.000€ bei Lamborghini im Aventador, oder eben für ein Drittel des Preises bei Tesla und das auch noch in vollelektronisch! Das neue Tesla Model S P85D schafft sich mit Mega-Power und Allrad auf ein ganz neues Level. Dabei bleibt der Wagen auch noch völlig familientauglich! Wie kann das sein? Wir sind Teslas aktuelles Model gefahren! 

Kaum zu glauben: Das Tesla Model S P85D (Das „D“ steht für „Dual Motor“) ist genauso stark wie der Lamborghini Aventador und das sogar elektrisch. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie bei den meisten high-end Modellen auf 250 km/h abgeriegelt, bei normaler Fahrweise reicht die Akku-Kapazität (85 kWh) des Wagens ca. 480 Kilometer und das ist durchaus stattlich für einen Wagen mit solcher Leistung. Leistung ist auch genau das richtige Stichwort: Der P85D beschleunigt in 3,4 Sekunden von 0 – 100 km/h, dies wird durch die 262 PS auf der Frontachse und die stolzen 510 PS auf der Hinterachse des Wagens ermöglicht, welche den P85D mit 930 Newtonmeter Drehmoment auf den Asphalt drücken.

Tesla Beitragsbild2

Vor Ort bei Tesla On Tour – in Bad Homburg.

Zwei Motoren gleich weniger Reichweite?

Falsch! Der starke Allradantrieb und die zusätzliche Leistung des zweiten Motors sollen die Reichweite der mit allradangetriebenen Model-S-Versionen definitiv nicht einschränken. Ganz im Gegenteil, sie werden laut Tesla damit sogar positiv beeinflusst. Das Gewicht steigt zwar durch das Allrad-System um ganze drei Zentner, die Akkus werden jedoch im „Rekuperations-Modus“ mithilfe des vorderen Elektro-Motors geladen, der wie die Maschine im Heck des Wagens ebenso als Generator funktioniert. Für die Effizienz dieses Zusammenspiels soll auch das elektronische Steuersystem sorgen, welches den Leistungseinsatz verwaltet, den Drehmoment an jeder Achse effektiver bereitstellt und somit zielgerichteter arbeitet.

Tesla_Innenraum

Der Innenraum des Tesla P85D kann sich sehen lassen.

Autopilot ist schon an Bord

Die Spekulationen lagen richtig: Tesla hat in der neuen Model-S-Reihe einen Autopiloten integriert. Dieser Autopilot kombiniert ein Radar, eine Frontkamera und 360°-Ultraschallsensoren mit Verkehrslage-Überwachung in Echtzeit, um das Model S somit im Überland und dichtem Stadtverkehr automatisch fahren zu können. Spurwechsel können somit auf eine einzelne Blinkerbetätigung reduziert werden und enge Parklücken stellen auch kein Problem mehr da. Die Sicherheitsfunktionen halten dabei kontinuierlich Wache, um Verkehrsschilder, Ampeln und Fußgänger rechtzeitig zu erkennen und reagieren auch sofort auf ein unbeabsichtigtes Verlassen der Spur. Diese Autopilot-Funktionen werden durch diverse Software-Updates im Laufe der Zeit hinzugefügt. Die jetzige Software 6.2 fügt Notbremsassistenten, sowie den Spurwechselassistenten hinzu. Tesla betont dabei jedoch:

Sicher während der Fahrt einschlafen kann der Fahrer damit allerdings noch nicht„,

wir sind uns sicher: Lange wird es nicht mehr dauern bis autonomes Autofahren marktfähig wird.

Einladung: Rafael Schimanski im neuen Tesla P85D.

Unsere Erfahrungen

Der erste Blickfang war selbstverständlich der schöne Anblick des Fahrzeugs, beim Starten fiel uns direkt auf, es geht kein Motor an: Einfach auf „D“ gehen, aufs Gas drücken und der Wagen fährt mit einem gewaltigen Schub los. Die 976 Nm Drehmoment sind spürbar merkbar. Auch ein nettes Feature, was wir leider aufgrund der Straßensituation nicht wirklich testen konnten ist der „Insane“ Modus. Nach einem Druck auf den „Insane“ („Wahnsinnig“)-Knopf tritt eine irrsinnige Beschleunigung in Kraft, welche jedem Geschwindigkeits-Liebhaber eine Freude sein wird. Alles in allem ist der P85D ein toller erstklassiger Allrounder, welcher sowohl alltagstauglich als auch sportlich ist. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Fahrvergnügen mit Teslas neuestem Modell und erwarten voller Vorfreude das Model 3.

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