Das eigene Auto mit diesen 6 Schritten einfach selbst folieren

Das Folieren von Autos rückt immer mehr in den Trend und ist gerade bei der neuen Generation – gerade beim ersten eigenen Wagen ein beliebtes Mittel um diesem etwas mehr Pepp zu verleihen.

Möchte man sein Kfz folieren, ist der Gedanke zum professionellen Folierer zu gehen natürlich naheliegend, doch dies ist oft sehr kostspielig und das Auto lässt sich gerade an geraden Stellen, wie beispielsweise der Motorhaube und dem Dach auch ganz leicht auch selbst folieren.

Wir haben für Euch den Test gemacht und uns an die Motorhaube eines Polo 6R gewagt. Wie genau wir vorgegangen sind, was man alles beachten muss und welche Probleme bei einer Amateur-Folierung auftreten können, haben wir für Euch in den folgenden 6 Schritten zur erfolgreichen Folierung zusammengefasst.

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So sieht unser Endergebnis aus: Sehr cool, oder?

Auswahl der richtigen Folie

Im generellen lässt sich bei Autofolie im Amateur-Bereich zwischen drei Folientypen unterscheiden: Diese sind glänzende Folie, matte Folie und texturierte Folie, wie beispielsweise mit Carbon-Textur, welche wir auch in unserem Test verwendet haben. Preislich sollte sich eine Folie zur Amateur-Folierung eher im mittleren Segment ansiedeln, nicht zu billig, aber auch nicht zu teuer lautet hier die Devise. Um euch bei der Auswahl der richtigen Folie zu unterstützen, haben wir euch neben der im Test genutzten Carbon-Folie auch noch zwei weitere geeignete Folien verlinkt, mit denen ihr gut arbeiten können solltet.

Unsere Folien-Empfehlungen:

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Zu folierende Stellen säubern

Habt ihr euch nun für eine passende Folie entschieden, könnt ihr diese natürlich noch nicht direkt aufkleben. Erst einmal ist es essenziell, dass die zu folierenden Stellen absolut sauber sind. So empfiehlt es sich vor dem Start noch einmal die Waschanlage zu besuchen und anschließend selber noch einmal mit einem nassen Lappen auch jede noch so kleine Unreinheit zu entfernen, ggf. kann hier auch mit Autoshampoo o.ä. gearbeitet werden. Anschließend nur noch mit einem sauberen Tuch alles trocknen und darauf achten, dass keine Rückstände jeglicher Art zurückbleiben.

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Abmessen und Zuschneiden der Folie

Nun gilt es die benötigte Menge an Folie herauszufinden. Dafür rollen wir ein ganzes Stück aus und halten es an die gewünschte Stelle. Ab diesem Arbeitsschritt ist es zu empfehlen zu zweit zu arbeiten. Dies erleichtert einiges und dadurch lassen sich leichter Fehler vermeiden. Nun halten wir also die Folie über die gewünschte Stelle und schneiden grob die zu folierende Form aus und lassen dabei viel Folien-Überschuss an den Rändern. Dieser dient später der Adjustierung und Fixierung. Es empfiehlt sich nun außerdem die Folie mit zwei starken Magneten an der gewünschten Stelle zu befestigen, damit diese nicht einfach verrutscht.

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Gerader Einstieg

Nun beginnen wir oben die Folie vom Papier abzuziehen und über der zu folierenden Stelle zu befestigen, damit die Folie einen gewissen Halt erhält. Dann kommen wir zum wahrscheinlich wichtigsten Schritt der Amateur-Folierung: Dem Einstieg. Dieser muss nämlich absolut sitzen, ansonsten erzeugen wir gleich zu beginn unangenehme Fehler, welche sich nicht ausgleichen lassen. Deshalb ist es sehr wichtig gleich zu Beginn mit hoher Konzentration und liebe zum Detail zu arbeiten. Nun ziehen wir die Folie nämlich Zentimeter für Zentimeter ab und schaffen entlang der Einstiegskante eine einwandfrei geklebte Folie. Zum streichen und fixieren der Folie nutzten wir eine kleine Rakel aus weichem Plastik oder Gummi, welche die Folie nicht beschädigt. Dieser Vorgang kann gerne auch etwas länger dauern, in unserem Test waren wir ca. eine Stunde mit dem kleben der Einstiegskante beschäftigt, wichtig ist, dass die Folie dort ohne Luftbläschen oder Falten einwandfrei haftet. Es empfiehlt sich hier auch schon mit einem Föhn oder Heißluftgebläse zu arbeiten, um die Folie in Form und zum Haften zu bringen, mehr zum Einsatz des Föhns oder Gebläses jedoch im nächsten Schritt.

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Streichen und kleben

Wie schon erwähnt, empfiehlt es sich beim selbst Folieren zu zweit zu arbeiten. Unsere Arbeitsverteilung sah beispielsweise so aus, dass einer stets die Folie mit dem Föhn ein wenig erwärmte und „geschmeidig“ machte und der andere mit der Rakel die Folie anlegte. Das ganze jedoch immer nur Zentimeter für Zentimeter und stets nur so viel von der Folie aufrollen, dass sie noch in Spannung bleibt (ca 1-3 Zentimeter). Wir rollten die Folie in unserem Test von oben nach unten und föhnten und klebten die Folie dann immer von links nach rechts.

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Stets die Folie gleichmäßig von beiden seiten ein wenig ziehen und wieder Stück für Stück ankleben.

Natürlich kann es mal passieren, dass sich kleine Teile der Folie zusammenkleben. Dies sieht sehr unangenehm aus und lässt sich im Nachhinein nicht rausarbeiten. Sollte man also bemerken, dass dies passiert, heißt es schnell handeln und die betroffene Stelle wieder abziehen und erneut unter Spannung und Einfluss von der Wärme des Föhns kleben.

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Fast Fertig: Rechts noch eine kleine problematische Stelle, welche wir glücklicherweise jedoch rausarbeiten konnten.

Finale: Kanten ausarbeiten und verkleben

Haben wir uns nun von Stück für Stück von oben nach unten gearbeitet, gilt es die Kanten sauber auszuarbeiten, sodass keine Falten oder Luftblasen von der Kante aus entstehen können. Das heißt einfach die Folie gerade bis zur kannte ausarbeiten und durch föhnen befestigen.

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Vorsichtig sein beim Abschneiden, um nichts zu beschädigen.

Daraufhin schneiden wir einen Teil der überstehenden Folie ab und legen den Rest vorsichtig mithilfe einer Karte und unter der Wärme des Föhns um die Ecken herum. In unserem Fall der Motorhaube hatten wir das Glück die überschüssige Folie nach öffnen der Motorhaube noch von der Unterseite anzukleben. Je nach Folie können gen Ende noch einmal ggf. entstandene Luftbläschen herausgestrichen werden.

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Nach ca. drei Stunden waren wir mit dem Folieren der Motorhaube des Polo 6R fertig. Es war die erste Folierung, welche wir gänzlich eigenes an einem Auto vorgenommen haben. Dank größter Sorgfalt, den richtigen Werkzeugen und viel Geduld, sind wir zu einem zufriedenstellendem Ergebnis gekommen und hoffen, dass ihr dies durch unsere Anleitung auch bei eurem Folien-Projekt erreichen könnt.

Lasst uns gerne ein Kommentar bei Fragen und Anmerkungen dar oder berichtet uns von eurem Folien-Projekt, wir freuen uns über jegliche Form von Feedback und wünschen euch viel Erfolg beim selbst folieren!

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Vorher/Nachher: Wir sind zufrieden mit dem Endergebnis unserer ersten Folierung, was meint ihr?

 

 

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