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Erste Berührungspunkte mit dem heißen Reifen: Zu Gast bei der Rallye Monte Carlo Historique in Bad Homburg

Wie beginnen wir das Projekt “KissMyDrive”? Diese Frage stellten wir uns wöchentlich. Es sollte ein besonderes Event sein – genau in der Stadt, in welcher wir das Projekt auch deutschlandweit starten. Freunde des klassischen Motorsports hatten den 30. Januar bereits in ihrem Terminkalender stehen: An diesem Tag legt die Rallye Monte Carlo Historique wieder Station in Bad Homburg ein. Rund 40 Sportwagen absolvieren auf dem bekannten Kurhausplatz eine Durchgangskontrolle. Sie werden zwischen 17.59 und 18.34 Uhr im Minutentakt von prominenten Vertretern der Kurstadt und des Hochtaunuskreises auf die Weiterfahrt nach Monaco geschickt. Oldtimer-Experte Johannes Hübner weiß dazu über jedes Fahrzeug fachkundige Informationen zu geben und spannende Geschichten zu erzählen.

An der „Historique“ dürfen nach dem Reglement des ausrichtenden Automobile Club de Monaco ausschließlich Nachkriegsfahrzeuge teilnehmen, deren Typ zwischen 1955 und 1980 mindestens einmal bei der legendären Rallye Monte Carlo mitgefahren ist. So werden am 30. Januar die bekannten Rallye-Boliden Alpine Renault, Renault 17 Gordini und Ford Escort RS 2000 vor dem Kurhaus vorfahren. Porsche ist ebenso in mehreren Modellen vertreten wie BMW, Alfa Romeo, Volvo und Skoda. An Polski Fiats wird gleich ein halbes Dutzend zu sehen sein, dazu ein Zastava, ein serbischer Lizenzbau von Fiat. Dass man auch mit einer komfortablen Limousine an einer Rallye teilnehmen kann, beweist die „Göttin“ Citroen DS. Die beiden ältesten Wagen sind zwei Austin Healeys von 1959 und 1964.

Ein orangefarbener BMW 2002 ti aus dem Baujahr 1975 dürfte am Etappenort besonders umjubelt werden: Er wird von den „Botschaftern Bad Homburgs“ gefahren. Günter Krause am Steuer und Copilot Jörg Hölzer nehmen zum zweiten Mal an der „Historique“ teil, wieder mit der Startnummer 200. Im vergangenen Jahr belegten sie bei der Gleichmäßigkeitsrallye den 174. Platz des Gesamtklassements und diesmal wollen der DRK-Chef und der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Bad Homburg noch besser abschneiden. Mit dem überarbeiteten Auto streben sie, bei einem Starterfeld von gut 300 Teams, einen Platz unter den ersten 150 an.

Sie beginnen die Rallye, die als Sternfahrt ausgerichtet wird, am 29. Januar in Warschau. Diese Startgruppe kommt ebenso – und das ist neu – wie die aus Oslo zur Durchgangskontrolle nach Bad Homburg. Weitere Startorte sind Glasgow, Reims, Barcelona und Turin. Bis zur Ankunft im Hafen von Monte Carlo am frühen Morgen des 4. Februar müssen die Teilnehmer eine ganze Reihe von Wertungs- und Sonderprüfungen hinter sich bringen, d.h. festgelegte Durchschnittsgeschwindigkeiten einhalten. Eine der schwierigsten Prüfungen ist die Finaletappe in der „Nacht der langen Messer“, die über die kurvigen Straßen der Seealpen und über den legendären Col de Turini führt.

In Bad Homburg wird die Rallye Monte Carlo Historique vom AvD in Zusammenarbeit mit der Kur- und Kongreß-GmbH und der Stadt Bad Homburg organisiert. Interessierte können den Stand der Rallye im Internet aktuell mitverfolgen!