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#035 Tesla P85D: Auch mit Elektroantrieb an die Spitze

Allrad und 700 PS, das gibt es für schlappe 321.000€ bei Lamborghini im Aventador, oder eben für ein Drittel des Preises bei Tesla und das auch noch in vollelektronisch! Das neue Tesla Model S P85D schafft sich mit Mega-Power und Allrad auf ein ganz neues Level. Dabei bleibt der Wagen auch noch völlig familientauglich! Wie kann das sein? Wir sind Teslas aktuelles Model gefahren! 

Kaum zu glauben: Das Tesla Model S P85D (Das „D“ steht für „Dual Motor“) ist genauso stark wie der Lamborghini Aventador und das sogar elektrisch. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie bei den meisten high-end Modellen auf 250 km/h abgeriegelt, bei normaler Fahrweise reicht die Akku-Kapazität (85 kWh) des Wagens ca. 480 Kilometer und das ist durchaus stattlich für einen Wagen mit solcher Leistung. Leistung ist auch genau das richtige Stichwort: Der P85D beschleunigt in 3,4 Sekunden von 0 – 100 km/h, dies wird durch die 262 PS auf der Frontachse und die stolzen 510 PS auf der Hinterachse des Wagens ermöglicht, welche den P85D mit 930 Newtonmeter Drehmoment auf den Asphalt drücken.

Tesla Beitragsbild2

Vor Ort bei Tesla On Tour – in Bad Homburg.

Zwei Motoren gleich weniger Reichweite?

Falsch! Der starke Allradantrieb und die zusätzliche Leistung des zweiten Motors sollen die Reichweite der mit allradangetriebenen Model-S-Versionen definitiv nicht einschränken. Ganz im Gegenteil, sie werden laut Tesla damit sogar positiv beeinflusst. Das Gewicht steigt zwar durch das Allrad-System um ganze drei Zentner, die Akkus werden jedoch im „Rekuperations-Modus“ mithilfe des vorderen Elektro-Motors geladen, der wie die Maschine im Heck des Wagens ebenso als Generator funktioniert. Für die Effizienz dieses Zusammenspiels soll auch das elektronische Steuersystem sorgen, welches den Leistungseinsatz verwaltet, den Drehmoment an jeder Achse effektiver bereitstellt und somit zielgerichteter arbeitet.

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Der Innenraum des Tesla P85D kann sich sehen lassen.

Autopilot ist schon an Bord

Die Spekulationen lagen richtig: Tesla hat in der neuen Model-S-Reihe einen Autopiloten integriert. Dieser Autopilot kombiniert ein Radar, eine Frontkamera und 360°-Ultraschallsensoren mit Verkehrslage-Überwachung in Echtzeit, um das Model S somit im Überland und dichtem Stadtverkehr automatisch fahren zu können. Spurwechsel können somit auf eine einzelne Blinkerbetätigung reduziert werden und enge Parklücken stellen auch kein Problem mehr da. Die Sicherheitsfunktionen halten dabei kontinuierlich Wache, um Verkehrsschilder, Ampeln und Fußgänger rechtzeitig zu erkennen und reagieren auch sofort auf ein unbeabsichtigtes Verlassen der Spur. Diese Autopilot-Funktionen werden durch diverse Software-Updates im Laufe der Zeit hinzugefügt. Die jetzige Software 6.2 fügt Notbremsassistenten, sowie den Spurwechselassistenten hinzu. Tesla betont dabei jedoch:

Sicher während der Fahrt einschlafen kann der Fahrer damit allerdings noch nicht„,

wir sind uns sicher: Lange wird es nicht mehr dauern bis autonomes Autofahren marktfähig wird.

Einladung: Rafael Schimanski im neuen Tesla P85D.

Unsere Erfahrungen

Der erste Blickfang war selbstverständlich der schöne Anblick des Fahrzeugs, beim Starten fiel uns direkt auf, es geht kein Motor an: Einfach auf „D“ gehen, aufs Gas drücken und der Wagen fährt mit einem gewaltigen Schub los. Die 976 Nm Drehmoment sind spürbar merkbar. Auch ein nettes Feature, was wir leider aufgrund der Straßensituation nicht wirklich testen konnten ist der „Insane“ Modus. Nach einem Druck auf den „Insane“ („Wahnsinnig“)-Knopf tritt eine irrsinnige Beschleunigung in Kraft, welche jedem Geschwindigkeits-Liebhaber eine Freude sein wird. Alles in allem ist der P85D ein toller erstklassiger Allrounder, welcher sowohl alltagstauglich als auch sportlich ist. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Fahrvergnügen mit Teslas neuestem Modell und erwarten voller Vorfreude das Model 3.

#028 Teil 2 [Praxis] BlueBike im Test: Die Gegensprechanlage für das Motorrad

Nachdem wir im ersten Teil unserer Serie zur Gegensprechanlage die Theorie erörtert haben, möchten wir im heutigen zweiten Teil den Praxistest folgen lassen. Nach langer Überlegung entschloss ich mich dazu, eine Freisprechanlage für mein Motorrad zu kaufen. Mehrere Angebote sind – gerade auf den deutschen Motorradmessen – für den kommunikativen Rider erhältlich. Dabei stieß ich auf ein Unternehmen namens BlueBike, welche diese Freisprechanlage in den eigenen Helm integriert. Im Vordergrund soll dabei die gute Verarbeitung im Helm und die Funktionalität der Komponenten und Features stehen. Aus meinem Motorrad-Alltag ist das System kaum mehr wegzudenken. Warum? Das erfahrt ihr in unserem Praxistest!

Dauertest – Motorradfahren 2.0 im 21. Jahrhundert

BlueBike auf der Dortmunder Motorradmesse

Zu BlueBike

Vorab sollten wir klären, was BlueBike überhaupt darstellt. BlueBike ist ein auf Bluetooth aufgebautes Motorrad-Kommunikationssystem, welches sich je nach Bedarf komplett individuell anpassen lässt. Das coole dabei: Die Gegensprechanlage arbeitet komplett ohne störende Kabel, das Headset wird einfach in den Helm integriert und soll so dann das Motorradfahren sicherer und komfortabler machen.

Kurz gesagt: Gegensprechen, Telefonieren, Navigieren und Musik hören in HiFi-Qualität – alles vollautomatisch – die Hände am Lenker!

Jetzt ist unser Schuberth S2 Sport Helm wieder zurück. Was hat sich geändert? Es ist lediglich unscheinbar ein Bedienpanel am äußeren Rand hinzugekommen.

BlueBike Bedienpanel

Erwartungen an den Praxistest

Navigation

Wohin das Motorrad fährt, bestimmen der Rider bzw. in Verbindung mit einem Navigationsgerät. Die Ansagen des Navigationsgerätes sollen unmittelbar und in guter bis sehr guter Qualität beim Motorradfahrer ankommen.

Funkverbindung

Dies impliziert automatisch, dass die Funkverbindung des Bluetoothmoduls klar und deutlich sein soll.

Telefonfunktion

Nicht nur Navigationsgeräte lassen sich via Bluetooth pairen, sondern auch Telefone. Der Einzug der Smartphones ist auch fast vollständig beim kommunikativen Motorradfahrer angekommen. Wer beim Motorradfahren telefonieren will, kann das nun. Daher soll man über BlueBike in der Praxis telefonisch erreichbar sein.

Der eigenen Helm bleibt im Besitz

Die meisten unter uns haben einen besonderen Helm. Sonderanfertigungen oder eine Marke, die besonders gut sitzt. Der Schuberth S2 Sport ist ein viel und oft getragener Helm im allgemeinen Segment. Den wollen wir behalten.

Gewicht der Anlage

Nicht nur den Helm wollen wir behalten, sondern auch das Gewicht, damit uns kein Halswirbel-Muskelkater nach der Tour aufsucht.

Wird die BlueBike Gegensprechanlage für Motorradfahrer die Erwartungen erfüllen?

Folgende Features ermöglicht die BlueBike-Gegensprechanlage

  • Notruffunktion per Tastendruck
  • Das topp Design-Modell unter den Bluetooth-Systemen
  • gesprochene Funktionsansagen – z.B.: Mikro ein, Besetzt, Akku schwach, usw siehe Download
  • Im Helminneren integrierte Elektronik und Stromversorgung
  • Außen unauffällig montierte Tastatur , handschuhgerecht
  • Individuell einstellbare Mikrofonempfindlichkeit
  • Automatische Rufannahme
  • Telefonieren mit Sprachwahl (telefonabhängig)
  • Gegensprechen mit zweitem BlueBike: VOX oder permanent offenes Mikro
  • Laden auch während der Fahrt und im Betrieb möglich
  • Mindestens 15 Stunden Betriebszeit
  • Memoryfunktion für alle bereits gekoppelten Bluetooth-Geräte
  • Automatische Lautstärkeanpassung
  • 3 Jahre Hersteller-Garantie auch auf den Akku
  • 3 Jahre kostenlose Software-Updates
  • TeamTalk unterbricht autom. Gegensprechen – demnächst verfügbar

Erfahrungswerte in der Praxis

Bedienungsanleitungen sind zum Lesen da

Es ist unbedingt zu empfehlen, die mitgelieferte Anleitung zu lesen! Wer das nicht macht, wird rasch demotiviert. Wer die Anlage versteht, und das wird nach wenigen Minuten Einlesen der Fall sein, wird mit der Anlage besser zurecht kommen und die intelligente Logik nachvollziehen.

Haptik des Bedienpanels

Die vier Knöpfe des Bedienteils sind mit einem hochwertigen Gummimantel umgeben, der mehrere Vorteile hat. Zum Einen sind wir über 90 Minuten bei strömenden Regen unterwegs gewesen und konnten selbst mit einem dicken Handschuh problemlos das Bedienpanel bedienen. Die haptischen Knöpfe geben dem Finger Feedback und den Ohren in Form von unterschieldichen Signaltönen.

Handhabung des Akkus

Hier können sich einige Smartphonehersteller etwas abschauen. Drei Stunden laden und dann – je nach Fahrweise – einen ganzen Monat problemlos nutzen. Das gibt es nicht? Doch. Die BlueBike Akkus sorgen für über 21 Stunden Betrieb. BlueCenter schafft sogar die 24 Stunden Marke. Wer wollte sich noch eine Smartwatch kaufen?

Musikqualität – was hören wir

Während bei den günstigeren Angeboten auf dem Markt der professionellen Gegensprechanlagen ein Klicken und Rauschen als Takt erkennbar ist, überwältigt bei BlueBike jeden musik-affinen Nutzer. Wir hören ein reines Stereobild. Höchste HiFi-Qualität erfreut das Ohr. Es würde mich nicht wundern, wenn es BlueBike-Nutzer gibt, die ihre Musikanlage über die lokalen Kleinanzeigen verkaufen und abends noch mit dem Helm im Wohnzimmer sitzen, um der eigenen Musik zu lauschen.

Kommunikation untereinander

Im Video gehen wir explizit auf die Eigenschaften im Team oder die Verbindung zwischen Fahrer und Sozius ein. Das Pairen ist rasch erledigt und einmal eingestellt, werden die (im positiven Sinne) betroffenen BlueBike-Helme beim Einschalten erneut gemeinsam gepairt und es kann direkt los gehen. Bei der Kommunikation untereinander hat man die Möglichkeit, eine dauerhafte Verbindung einzuleiten oder die Verbindung durch einen eigenen Befehl (Pfeifen oder Vokal summen) einzuleiten. Unsere Erfahrungswerte sprechen ein deutliches Pro für eine „on demand“ Verbindung, sprich Verbindung auf Abruf zwischen den Kommunikationspartner.

Telefonieren: Hello BlueBike…

Von der Sprachsteuerung des Smartphone über Wahlwiederholung bis hin zum automatischen Annehmen des Telefonats ist kein Wunsch übrig geblieben. Wer beim Motorradfahren kurz Bescheid geben möchte, dass es etwas später wird oder einfach erreichbar sein möchte, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen, hat mit der BlueBike-Anlage alles richtig gemacht.

Service auf den Prüfstand

Wir klagen über die Servicewüste Deutschland. Wer allerdings eine Oase voller Servicefrüchte kosten möchte, der soll sich mal telefonisch die BlueBike-Anlage erklären lassen.

Gruppenfahrten mit BlueBike

Mehrere BlueBiker sind mit der mobilen Bluetooth-Gegensprechanlage klar im Vorteil.

Wer auf Urlaubsreisen mit dem Motorrad unterwegs ist, wird es sinnvoll halten, um mit dem Sozius zu kommunizieren, wenn man sich beispielsweise in einer fremden Stadt orientieren muss und der Sozius mit der Karte in der Hand den Fahrer navigiert oder sich am fremden Ort besser als der Fahrer auskennt.

Ein anderes Beispiel beschreibt, dass in der Gruppe man über zugeschaltete Funkgeräte immer in Kontakt bleibt und kann sich so schneller und komfortabler zu Tankstopps oder Pausen abstimmen.

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Auch eine unserer Testerinnen konnte sich im Rahmen einer Verlosung über die Vorteile freuen – dauerhaft, denn das Unternehmen SCHUBERTH GmbH und Votronic Technology GmbH haben dafür einen Helm inkl. Umbau zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön und der Gewinnerin viel Freude mit Helm und System.

Aber Solofahrern bietet eine Gegensprechanlage ebenfalls viele Vorteile: Bequem und einfach die Lieblingsmusik in den Helm einspielen lassen oder Telefonate erledigen, ohne eine Hand vom Motorrad zu entfernen.

Video Teil 2 – BlueBike im Test: Die Gegensprechanlage für das Motorrad [Praxis]

Fazit

Die Ansagen per Navigationsgerät erreichen eine sehr gute Qualität. Wer beispielsweise kein zusätzliches Navigationsgerät koppeln möchte, kann die Navigation seines Smartphones nehmen und sich die Richtungen auch ansagen lassen. Dass der visuelle Impuls fehlt, muss kein Nachteil sein. Wer die Navigations-App öfters nutzt, wird der Stimme auch rasch vertraut und kann die Ansage schneller auf die Straße interpretieren – ganz ohne Kartenansicht.

Genauso sind wir auch von der Sprachqualität beim Telefonieren angetan. Das beste ist allerdings auch, dass der Gegenüber oft gar nicht merkt, dass wir vom Motorrad aus kommunizieren. Mir scheint es, als ob die Frequenzen des Motorengeräusches am Mikrofon gefiltert werden.

Die Akkuleistung hat bei uns über 21 Stunden Betriebszustand erreicht und ein Nachladen dauert je nach Batteriestatus 2-3 Stunden nur.

Die Bedienbarkeit ist nach dem Lesen der Anleitung ein Kinderspiel. Auch während der Fahrt ist das Bedienen der vier Knöpfe kein Problem.

KissMyDrive Urteil und Bewertung - 90 PunkteWir haben hier ein flexibles System für jeden Helm getestet. Es können sechs verschiedneen Verbindungen mit BlueBike aufrecht gehalten werden.  Finger weg von den billigen Anbietern. Haben wir auch in die Redaktion geschickt bekommen, aber solches Material traue ich mich gar nicht erst, hier im Portal zu erwähnen. In dem Zubehörbereich bekommt man eben das, wofür man bezahlt. Die Preispolitik ist an die Qualität angepasst. Der Nutzer kann zwischen BlueBike XL für EUR 495,-/Helm und damit Fahrer und Beifahrer glücklich machen oder sich für BlueBike Solo für EUR 435,-/Helm entscheiden, was die Lösung für Alleinfahrer darstellt. Daher empfehlen wir die BlueBike Gegensprechanlage uneingeschränkt und freuen uns über 90 von 100 Punkten.

Hinweis zur Video-Produktion

Für die Aufnahme wurde der Darsteller mit Bekleidung vom Harley-Davidson Bergstrasse in Bensheim ausgestattet.

#V013 Der S2 von Schubert verdreht Euch den Kopf

Vorstellung des Schuberth S2 Helmes bei KissMyDrive

Mit dem Wissen aus über 90 Jahren wurde der Schuberth S2 entwickelt. Der neue Sporttourer-Helm S2 ist das Ergebnis aus 90 Jahren Erfahrung in Sachen Kopfschutz. 1922 begann das Unternehmen, sich der Sicherheit unseres Kopfes zu widmen. Bereits seit 60 Jahren entwickelt Schuberth Helme für Motorradfahrer. Seit Jahrzehnten gelten diese Schuberth Helme weltweit als Inbegriff ausgereifter Premium-Produkte mit maximalem Komfort bei maximaler Sicherheit. Daher hat der S2 selbstverständlich nur die besten Gene seiner Vorfahren mit auf den Weg bekommen und ist heute in unserer Redaktion gelandet.

Wo sind wir heute gestrandet? Wir befinden uns im Frankfurter Raum und haben nur eine Aufgabe: Die KissMyDrive Redaktion stellt heute den Schuberth S2 Helm in den Fokus.

Warum einen Tourenhelm?

Viele Hobbyracer, die gelegentlich mit Ihrem Bike auf der Rennstrecke unterwegs sind, sind die meiste Zeit auf der Straße unterwegs. Diese Hobbyracer werden sich in den seltensten Fällen einen reinen Racehelm kaufen und sich eher einen normalen Sporthelm kaufen. Der Schuberth S2 zeigt deutliche Charakterzüge eines solchen Sporthelmes und steht damit in hoher Gunst bei den Motorradfahrern. Vorab können wir aus unseren Erfahrungswerten schreiben, dass dieser Helm von Fahrern genutzt wird, die sich hauptsächlich auf der gewöhnlichen Straße bewegen.

Beschreibung der Aussen- und Innenschale

Die Helm-Außenschale des S2 verbindet eine aerodynamisch optimale Form mit konsequentem Schutz. Sie besteht aus einer von Schubert entwickelten glasfaserverstärkten , duroplastischen Spezial-Matrix, die dem Helm die für Ihren Schutz notwendige, hohe Festigkeit verleiht.

Die Helm-Außenschale des S2 wird in zwei Helmschalengrößen angeboten und verbindet eine aerodynamisch optimale Form mit konsequentem Schutz. Sie wird im SCHUBERTH typischen Pressverfahren hergestellt und ermöglicht so hohe Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewicht.

Die Helmschale aus Spezial- EPS-Schaum im Innenbereich ist zur Optimierung der Stoßdämpfungseigenschaften mehrteilig aufgebaut. Durch diese komplexe Segmentierung wird eine bessere Kraftaufnahme und –verteilung erreicht und ein Höchstmaß an Sicherheit geboten.

Funktionalität

Der Schuberth S2 ist perfekt zu tragen. Die Bedienung über die Schieberegler ist simpel und die Belüftung lässt sich an oder abstellen. Auch die erwartete Kinnbelüftung ist mit mit Handschuhen einfach zu bedienen. Besonders hat mich das Verschlusssystem von Schuberth interessiert. Hier wird schon seit längerer Zeit in vielen Foren davon geschwärmt. Wie ihr bereits im Video sehen könnt, ist das Öffen und Schliessen des Helmes ein wahres Kinderspiel – auch hier mit Handschuhen. Dies wird durch eine präzise Abstimmung der Kinnriemenlänge durch beidseitige Variierbarkeit und einem Micro-Lock-Ratschenschloss ermöglicht. Doch vorsichtigt: Nicht zu weit schließen, sonst schreit der Kehlkopf auf.

Unser Video zum Schuberth S2

Wie war der erste TestDrive?

Gerade beim ersten Anziehen eines neuen Helmes glauben wir, dass analog zu neuen Schuhen, dieser erst einmal eingetragen werden sollte. Nicht umsonst läuft Onkel Robert am Samstagnachmittag die ganze Zeit mit seinem neuen Helm durch die Wohnung, weil er am Sonntag eine Tour mit Onkel Erik plant… 😉 Keine Sorge, so schlimm ist es nicht. Diese Zeiten sind vorbei. Den Schuberth S2 Helm kann der Nutzer am gleichen Tag seiner Tour auch das erste Mal anziehen. Nach den ersten Minuten auf dem Motorrad wird schnell klar, dass wir von diesem Helm begeistert sind. Er sitzt perfekt. Auch Brillenträger haben keine Probleme Ihre Brillenbügel sicher und ohne Beschädigung am Ohr zum Kopf gleiten zu lassen. Man hat sogar das Gefühl, dass der Helm die Brille stabilisiert. Das heißt nicht, dass ihr blind dieser Aussage vertrauen solltet. Es gibt bestimmte Ohrgrößen, die bei bestimmten Helmen die Ohren einklappen lassen. Das sorgt für ein unwohles Gefühl beim Tragekomfort. Das war aber schon immer so und ist keine neue Tatsache seit Bestehen des Schuberth S2 Helmes.

Unsere Lieblingsfunktion beim Schuberth S2

Gerade bei sonnigen Ausfahrten steht der kurzsichtige Motorradfahrer vor der Entscheidung, ob er Kontaktlinsen mit einer coolen Sonnenbrille aufzieht oder nur seine Brillengläser mit nimmt. Mit dem Schubert S2 stellt sich diese Frage nicht mehr, denn das integrierte Sonnenvisier ist ein Segen für alle Motorradfahrer – sogar mit Brillengläser. Das Sonnenvisier ist grau getönt und 3D-geformt. Aufgrund der Visierstärke von 1,5 mm kann das Sonnenvisier auch beim Fahren mit hochgeschwenktem Visier noch Schutz gegen leichten Steinschlag oder Insekten bieten. Zudem ist es kratzfest und bietet aufgrund des eingesetzten Spezial-Polycarbonats einen wirksamen Schutz gegen schädliche UV-Strahlung.

Doch wie bediene ich das Sonnenvisier?

Eines ist sicherlich klar. Wenn das Sonnenvisier unten ist, könnte ich auch ein Top Gun Pilot sein. Der Coolness-Faktor ist damit gegeben. Ich könnte so tun, als ob ein Bewegungssensor im Helm verbaut ist und meine rechte Hand über den Helm schweben lassen, während meine linke Hand den versteckten Hebel schiebt. Die Bedienung des Sonnenvisiers erfolgt in der Tat über den linksseitig im Kinnbereich platzierten Schieber, der auch mit Handschuhen leicht zu bedienen ist.

Bedienung Sonnenvisier Schuberth S2

Wer auf der Rennstrecke unterwegs ist, fährt meist hoch-motorisierte Maschinen, die nicht gerade leise sind. Hierzu schafft ein Gehörschutz für Motorradfahrer Abhilfe. Als Besitzer eines Schuberth S2 kann man sich diese Investition aber auch sparen, denn der integrierte Gehörschutz filtert den lauten Motorkrach zu sanften Zylinderschwingungen im empfindlichen Gehörgang. Großes Kompliment an die Ingenieure, die sich auf die ausgeklügelte Geräuschdämpfung spezialisiert haben.

Wie ist die Alltagstauglichkeit sowohl auf der Rennstrecke als auch im gewöhnlichen Straßenverkehr?

Bevor es auf die Rennstrecke geht, ist man immer ein wenig nervös. Ganz gleich, ob es um ein echtes Rennen geht oder aber der Privatfahrer seine Maschine ausfahren möchte. Der Helm spielt neben dem Rückenprotektor bei der Rennstrecke eine übergeordnete Rolle. Wenn der Turboboost den Hinterreifen packt, dann ist die Faszination Rennmaschine vorhanden. Der Helm muss leicht sein und sich mit der Schwerkraft vertragen. Macht der Schuberth S2.

Dieser sportliche Integralhelm fährt aber auch auf der gewöhnlichen Straße gerne mit und passt sich dem Kopf gerne an. Als sehr komfortablen Sporthelm im Straßenverkehr punktet der S2 mit seiner umfangreichen Ausstattung (wie dem Sonnenvisier) und der leichten Handhabung.

Weitere Erfahrungswerte beim Schuberth S2

Jeder Motorradfahrer sollte bei jedem Wetter (auch bei Hitze) Handschuhe tragen. Wer keine Handschuhe trägt, neben der üblichen Schutzbekleidung, handelt grob fahrlässig. Aber wir möchten an dieser Stelle nicht belehren, sondern auf die Problematik grobmaschiger Handschuhe und die damit zusammen geführte Bedienung der Lüftungsklappen am Helm hinweisen. Es kommt sicherlich darauf an, welche Handschuhe der Motorradfahrer verwendet. Leichte Lederhandschuhe im Sommer oder klobige Winterhandschuhe sind ein Faktor für die sorgenfreie Bedienung der Belüftung am Helm. Beim Schuberth S2 sind wir positiv überrascht, wie rasch und intuitiv der Fahrer seine Hand zu den Lüftungsklappen führt und diese problemlos betätigt. Gerade dann, wenn das Visier geschlossen ist, wird der Schuberth-Fahrer die meiste Zeit seine Lüftungsklappen offen haben.Bei dem Pinlock Visier ist uns eine „Stadtstellung“ für maximale Belüftung bei langsamen Fahrten aufgefallen – wirklich praktisch.

Fazit

KissMyDrive Urteil und Bewertung - 90 PunkteMehrere Tage haben wir den Schuberth S2 Helm ausgiebig getestet. Einmal auf der Rennstrecke für ca. 20 Minuten und mehrmals bei unterschiedlichen Touren (um die 150 km) auf der gewöhnlichen Straße, was einem typischeren Usecase des Schuberth S2-Trägers entsprechen dürfte. Der Helm ist trotzdem für den gelegentlichen Rennstreckeneinsatz geeignet. Auch Brillenträger kommen ohne Druckstellen von der Straße runter und genießen einen angemessen Komfort. Alle anderen genießen zusätzlich die Geräuschkulisse, da die Spezialpolsterung direkt und weich am Ort anliegt. Sehr gute Geräuschdämpfung. Uneingeschränkte Empfehlung für Motorradfahrer, die den Ansprüchen des gelegentlichen Rennstreckenfahrers entspricht und gleichzeitig häufig auf der Straße unterwegs sind. Tourensporthelm genügt allen allgemeinen Ansprüchen – ein Top-Produkt aus dem Hause Schuberth.

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Weitere Bilder

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